
Kronen Zeitung
SEKTORSPERRE?
Derby-Eklat: Rapid droht jetzt deftige Strafe
Der SK Rapid kann sich nach den von seinen Fans verursachten Derby-Randalen auf eine deftige Strafe seitens der Bundesliga einstellen.
Die Hütteldorfer wurden nach den Derby-Vorfällen im September 2024 mit einer bis 1. Oktober dieses Jahres bedingten Heimfansektorsperre und einer Sperre der drei gegenüberliegenden Sektoren für drei Partien belegt. Diese Sanktion, die nur für Heimpartien gegen die Austria, Sturm, LASK und Salzburg gilt, könnte nun schlagend werden.
Allianz Stadion teils gesperrt?
Sollte es tatsächlich so kommen, würde das Match Rapid – Salzburg am 8. März in einem teilweise gesperrten Allianz Stadion über die Bühne gehen. Unabhängig davon droht weiteres Ungemach, etwa in Form einer Geldstrafe. Die Bundesliga wird sich möglicherweise schon am Montag mit den Ausschreitungen befassen.
„Es sind Kinder im Stadion“
Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup meinte zu den Vorfällen am Ende des Spiels: „Es sind Kinder im Stadion, es sind Eltern im Stadion. Das Letzte, was wir tun sollten, ist ein Spiel zu spielen, wo es nicht sicher ist für sie, im Stadion zu sein.“ Er verstehe die Frustration der eigenen Anhänger. „Aber natürlich darf sich die Frustration nicht so zeigen wie heute am Ende des Spiels“, meinte der Däne.
Vonseiten eines Rapid-Sprechers hieß es, es sei nicht zu akzeptieren, wenn Menschen im Stadion durch Böller oder Ähnliches in Gefahr gebracht würden. Man hoffe, dass niemand verletzt sei.
Fischer: „Einfach traurig“
Austria-Kapitän Manfred Fischer fand die Geschehnisse „einfach traurig. Am meisten tut es mir für die Familien leid, die da betroffen waren. Die von Raketen oder Böllern getroffen wurden.“ Die Derbys seien für die Mannschaft eigentlich die schönsten Spiele im Jahr. „Jetzt wird es wieder irgendwelche Konsequenzen geben. Das ist einfach schade, für den Sport und den Wiener Fußball.“
Torschütze Johannes Eggestein sagte: „Solche Szenen sind einfach schade für den Sport. Für uns Spieler gilt es, einfach Ruhe zu bewahren und sich auf die wesentlichen Dinge zu fokussieren. Ich fand es auch wichtig, das Spiel zu Ende zu spielen, weil das hat die Mannschaft heute auch verdient.“
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